Zwei Aussichtspunkte

Von Ron und Christine aus Yakutat noch nichts gehört. Habe aber wieder einmal ein wenig auf mit maps.google.com gesielt und zwei interessante Aussichtspunkte in der Nähe von Yakutat gefunden. Mal schauen, ob wir diese Punkte im 2010 besuchen können.

2008-11-19_Yakutat_Aussichtspunkte

  Punkt 1:   Ankau Lagoon; Point Carew

2008-11-19_Yakutat_Aussichtspunkt1_AnkauLagoon

Das Land jenseits der Ankau-Brücke befindet sich in Privatbesitz. Die Strasse auf der rechten Seite am Ende der Brücke führt zum die Gemeinschafts-Friedhof. Gräber befinden sich aber in der gesamten Region und verdienen Respekt. Im Bereich des Friedhofs gilt ein Fahrverbot, welches zwar nicht signalisiert ist aber wegen der Ruhestätte respektiert und auch eingehalten werden sollte.

Der Strand „Bishop Beach“ und die Landspitze „Point Carew“ sind als Surfer-Paradies bekannt und werden auf verschiedenen Seiten im Internet auch beworben. Hier sind nicht riesige Wellen zu erwarten, je nach Witterung erreichen die Wellen doch respektable Höhen.

Punkt 2:  Kooisk Point

In der entgegen gesetzten Richtung liegt unser zweiter Punkt – Kooisk Point.

Geografische Punkte oder Regionen mit Namen sind immer speziell zu betrachten und haben nicht selten eine eigene Geschichte. Versuchen wir einmal irgendetwas über diesen Punkt herauszufinden. Ein wenig googeln mit „Kooisk Point“ (Anführungszeichen sehr wichtig – es ergeben sich dann nur Treffer die den gesamten Ausdruck enthalten) ergibt nur 33 Treffer und fördert folgendes zu Tage:

Cape in Yakutat County, Alaska, USA; Latitude: 59.6425; Longitude: -139.58333 und dass der Name Kooisk aus dem Tlingit, der Sprache der Ureinwohner stamme. Scheint eigentlich nichts Weltbewegendes zu sein, aber stille Wasser sind bekanntlich tief…

Auf dem Weg zu diesem Punkt hat es einige sehr interessante Seen, welche zum Teil direkt an der Strasse zu liegen scheinen. Strasse ist in diesem Teil von Yakutat wohl ein wenig viel gesagt, es könnte sich dann schlussendlich nur um einen Holzfällerpfad handeln, also nicht viel mehr als die Spur zweier Reifen im Gelände. Bevor wir zu diesem Punkt aufbrechen werden, müssen wir uns dann sehr gut informieren, ob und mit welchem Fahrzeug wir überhaupt dorthin gelangen können. Der erste Teil der Strasse verläuft am Rande einer geschützten und relativ tiefen Meeresbucht. „Broken Oak Cove“ heisst diese Bucht, was soviel wie „Bucht der gebrochenen Ruder“ oder „Bucht, wo die Ruder gebrochen sind“ bedeutet . Hier soll sich eines der grössten Kieslager von Alaska befinden. Eine relativ grosse Stirnmoräne eines Gletschers, welche geologisch untersucht aber noch nicht abgebaut ist. 20 Meter dick und eine Fläche von rund 3000 Acres soll diese Kiesablagerung gross sein (1 Acre [a.] = 4’046.85m2; 3000 a. = 12’140’550m2; 121’405.5 Aren; 1’214.5 Ha; 12.14km2), also doch recht bedeutend. Scheint eine interessante Gegend zu sein, eventuell mit dem Besuch einiger Hechtseen. Vor Ort einmal Nachfragen, ob in diesem Seen überhaupt was gefangen werden kann und – eigentlich noch wichtiger – überhaupt geangelt werden darf.

Warum eigentlich der Aufwand? In die Bucht beim Kooisk Point münden zwei kleine Bäche, die aus den Redfield Lakes fliessen, zwei relativ grosse und bis zu 10m tiefe Seen. Diese Bäche haben einen Lachsaufstieg, von dem in Yakutat aber eigentlich so gut wie niemand spricht. Pinks respektive Buckellachse steigen dort auf und anhand von im Internet gefundenen Photos kann dort wohl Grandioses erlebt werden. Nicht unbedingt zum Angeln aber zum Beobachten und um es einfach einmal gesehen zu haben. Der Kooisk Point heisst übrigens auch „Humpback oder Humpy Point“, die kleine Bucht „Humpback Cove“ und der Bach „Humpback Creek“ (http://terraserver-usa.com/image.aspx?T=2&S=13&Z=7&X=362&Y=4132&W=1). HumpbackCove

Und diese Namen stehen nicht einfach so da:

HumpiesSea

HumpiesSea1HumpiesSea2

An diesen Stellen liessen sich auch massenhaft Buckellachse fangen. Interessant dabei ist, dass sich fast ausschliesslich nur die männlichen Lachse zu einem Biss reizen liessen – die weiblichen Lachse würden sich für keinen Köder interessieren. Interessant – ist das Gleiche doch auch im Fluss zu beobachten…

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