Secret and not so secret things about pacific salmon fishing in freshwater

Was interessiert am Meisten, wenn ein Angler ein für Ihn neues Gewässer und eine für ihn ungewohnte Fischart beangeln will? Drei Dinge: „Wo“, „wie“ und „mit was“.

Das „Wo“ und „Wie“ ist meist noch leicht zu erfahren aber um das „mit was“ wird vielfach ein viel grösseres Geheimnis gemacht, bedeutet dies doch, Andere am Erfolg teilhaben zu lassen und Insiderinformationen preiszugeben wie zum Beispiel diese hier:

If limited to only two fly patterns on a trip to Alaska – these are the ones we would not go without:

 The Small Black Ant Pattern

We tie this pattern on a size 4 Gamakatsu octopus hook by tying black yarn right into an egg loop knot. We leave a small amount of yarn at the head and tail and the body is tied under the knot. This pattern is particular effective for king salmon. Using 12 to 15 lb fluorocarbon leader to tie the fly, we have landed king salmon exceeding 50 pounds. Amazingly, it is very rare for this hook to straighten on fair hooked kings. The black ant tied on a size 4 hook is equally effective to catch chum salmon. For sockeye, we typically prefer a brighter color – usually hot pink yarn.

 The Orange Egg Imitation Pattern

We also quick field tie this fly on a size 4 Gamakatsu octopus hook by tying orange yarn right into an egg loop knot. We use thicker yarn and leave a heavier head and tail to imitate the egg pattern. Big, bright, flashy, streamers can work well at times, as can purple death, and the traditional egg sucking leech. In all seriousness – do not fish Alaska without these flies.

Wow – da steht ja einiges! Hakentyp, Grösse, Farbe, Muster, wie das Muster gebunden wird und für welche Fischart es gedacht respektive sehr zu empfehlen ist. Und in einer Art und Weise formuliert, welche eine Nachahmung geradezu herausfordert.

Gamakatsu Octopus #4 – Richtig, diesen Haken kennen wir. Alle meine nymphenartigen und beschwerten Muster habe ich darauf gebunden, siehe https://elscan.wordpress.com/2008/12/06/neue-streamer/. Noch ein kleiner Tipp: Kauft diese Haken in Alaska. Dort sind sie in 100er-Packungen zu haben und sind darüber hinaus auch noch um einiges günstiger als bei uns in Europa, wo sie seit einiger Zeit als Spezialhaken für die DropShot-Angelei angepriesen und verkauft werden. Habe diesen Haken von Gamakatsu und den Faden in verschiedenen Farben auch immer dabei.

Egg loop knot – Ok, auch der ist bekannt und diesen Knoten sollte jeder Alaska-Angler nicht nur kennen sondern auch blind binden können. Der originale Egg loop knot funktioniert wie folgt:

Folgende Anpassungen werden vorgenommen:

Schritt 2. Die hier angeführten 20 Windungen sind für die Angelei mit echten Fischeiern in Ordnung, für die Angelei mit farbigem Faden sind dies aber zu viele Windungen. 5 bis maximal 10 Windungen reichen hierfür völlig, denn: Je weniger Windungen aufgebracht werden desto spärlicher kann das Muster gebunden werden respektive desto weniger Faden kann verwendet werden. Dies dient nicht etwa dazu, Kosten zu sparen sondern – Sockeyes zum Beispiel lieben spärlich gebundene Muster! Schritt zwei heisst damit: Make 5 to 10 tight wraps. Bei Schritt 3 kommt der Faden rein und mit Schritt 4 folgt seine Fixierung. Dabei können dann auch ruhig etwas mehr Windungen aufgebracht werden, da diese den Körper des Köders darstellen. Schritt vier wäre dann wie folgt zu ergänzen: Continue with 5 to 10 more wraps over the hook shank and the yarn. Der letzte Schritt wird wie folgt ergänzt: Complet knot and trimm yarn at the head and tail.

Und nun geht’s ans üben, üben und nochmals üben damit es dann am Wasser auch mit dem „schnell im Felde binden“ klappt.

Auch bei der Wahl des Vorfachs gibt es noch einen Punkt zu beachten. 12 – 15 lps (5.5 – 7.0 kg; 0.24 – 0.30mm) bezieht sich auf die lineare Reissfestigkeit der Schnur und nicht etwa auf die Knotenfestigkeit oder gar auf die Festigkeit des Knotens an und für sich. Bei Knoten gilt allgemein, dass die Schnur in der Regel bei 80% ihrer linearen Reissfestigkeit beim Knoten reisst. Dies gilt für den Moment nach dem Binden des Knotens also dem Moment des ersten Drills. Mit speziellen Knoten, korrektem Binden der Knoten und speziellen Schnüren wie zum Beispiel auf Nassknotenfestigkeit getrimmte Monofile lässt sich dieser Wert noch etwas verbessern.

Aber man darf sich hier nichts vormachen – ein Knoten ist und bleibt die schwächste Stelle einer Schnur! Bei der Dimensionierung der Vorfachstärke muss dieser Knotenverlust also immer beachtet werden und darüber hinaus darf auf gar keinen Fall vergessen gehen, dass mit jedem Drill und damit Belastung respektive wiederholter starker Dehnung der Schnur immer mehr an Reisskraft verloren geht. Es ist daher nicht aussergewöhnlich, dass der vierte oder fünfte kapitale Fisch in der Regel mit einem Schnurbruch verloren wird. Um dem vorzubeugen sollte bei der Wahl der Vorfachstärke mehr Reserve vorgesehen das heisst das Vorfach stärker als nötig gewählt (18 – 25 lps; 0.35 – 0.40mm) oder das Vorfach öfters gewechselt, also auch einmal gewechselt werden, wenn es noch nicht gebrochen ist.

Welche Vorfachstärke wähle ich? Bei mir kommt noch das Kriterium des für einen allfälligen Drill zur Verfügung stehenden Platzes dazu. Bei engen Platzverhältnissen – sei dies nun aufgrund von Hindernissen im Wasser oder eng zusammen stehender Angler – wähle ich ein überdimensioniertes, starkes Vorfach. Bei genügend Platz gehe ich an die Grenzen des Vertretbaren. Vertretbar bedeutet, dass keine unnötigen Schnurbrüche in Kauf genommen werden, das heisst, das Vorfach nicht unnötig schwach zu wählen.

Und noch was muss bei der Wahl des Vorfaches beachtet werden. Um den Eierknoten binden zu können, muss das Monofil 2 MAL durch das Hakenöhr passen. Es ist nachvollziehbar, dass je kleiner der Haken und damit auch das entsprechende Hakenöhr gewählt wird, desto schwächer wird das noch zu verwendende Vorfach sein! Dies kann zu einem Zielkonflikt führen, da es durchaus sein kann, dass der Haken sehr klein gewählt werden muss, damit die Fische beissen (kann beim Rotlachs der Fall sein), dadurch aber eigentlich mit einem für den Fisch zu schwachen Vorfach geangelt werden muss. Abhilfe schafft dann nur das Angeln mit einem Köder, bei dem die Schnur nur einmal durchs Öhr geführt werden muss…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alaska, Fly pattern veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.